Ich nehme das ja viel ernster als die meisten anderen!
Hatte ich jetzt wieder. Über 100 m² Dachboden (Trockenboden) saugen, Keller saugen und Wischen, Dachbodentreppe fegen und wischen, meine freiwillige Zusatzverpflichtung 1x jährlich Fahrradkellersaugen und ehemalige Waschküche saugen und wischen (auch wegen der Reifenspuren und Kettenöltropfen unseres Tandems darin), boh ey, da merke ich doch ein wenig, dass ich bald 80 werde – in 132 Monaten 😉
Auf dem Dachboden bot ich einer arg entkräftet wirkenden Wespe auf dem Boden ein paar Tropfen Zuckerwasser an – wollte sie aber anscheinend nicht. Ich taufte sie noch kurz Timmy und setzte sie dann draußen auf das Dach!
Hatte Sorge, unsere Brutvögel unter dem Dach mit dem Höllenlärm meines Nass-Trocken-Saugers zu stören, scheint ihnen aber nichts ausemacht zu haben. Hatte heute noch mal 3-stündige Tonaufnahme an der "Bruthöhle" gemacht, sind noch da, heute mit sehr viel häufigeren Lebenszeichen als bisher.
Und gestern hatte ich noch ein geradezu magisches Erlebnis, als ich die Glasabdeckung einer Deckenlampe abnahm, um die zu reinigen:
In wirklichkeit war das Original-Getanze noch viel graziler und majestätischer, beim gestellten Ereignis für die Aufnahme war die Strömung anders, und mit meinem Gepuste hatte ich schon einen Teil des Kunstwerks verklebt / zerstört
So, nun muss ich nur noch 'rauskriegen, was für tote Würmer ich da in den Kellergängen fand. Sind mir da noch nie begegnet.
... sind weiter aktiv. Habe gestern mal für 5 Stunden Smartphone für Audioaufnahme auf dem Dachboden in Nestnähe liegen lassen, grob alle halbe Stunde tut sich was!
Hier ein gut 5-minütiger Zusammenschnitt! Anfangs und am Ende Gepolter von Auslegen und Einsammeln, erste Vogelstimme nach ca. 1 Minute:
Wir haben hier derzeit allerlei Vogel-Gäste. Einen Specht!
Der hat ein morsches Brett unter dem Dachfirst als Balz-Flirt-Trommel entdeckt. Bei uns hört man's – deutlich! Direkt daneben ist es sicher lästig bis erschreckend.
Wir würden ihn gern überreden, woanders zu trommeln.
Und ein Starenpärchen
Die Niststelle wird schon seit Jahren immer wieder gern von verschiedenen Vögeln für Nachwuchsaufzucht genutzt.
Nun also Stare, zumindest sah ich die zuletzt da ein- und ausfliegen!
Hier eine Tonaufnahme,
knapp 8-minütiger Zusammenschnitt einer 1½-stündign Aufnahme meines Smartphones, das ich auf dem Dachboden auf einen Dachbalken direkt neben dem Nistplatz gelegt hatte. Erkennt jemand die "Vogelsprache"?
Clker-Clipart, Lizenz CC0
Alle paar Minuten (im Original: alle viertel Stunde oder so) hört man Flattern, Vogelkrallengetrampel, ein Krächzen.
Morgen werde ich mit der Wohnbaugenossenschaft das weitere Artenschutz-gerechte Vorgehen wie mit dem städtischen Umweltdezernat besprochen klären. Bin gespannt! Wir müssen für nächstes Jahr ein Ausweichquartier finden / installieren, vor dem Verschluss der Dachöffnungen mit Endoskopkamera nachschauen, ob da nicht noch Nachzügler brüten, womöglich wegen ihrer Standortreue besonders geschützte Arten, da? Die für das Verschließen oder Beseitigen eines Quartiers erforderliche Ausnahmegenehmigung (§§ 44 und 45 des Bundesnaturschutzgesetzes) bei der unteren Naturschutzbehörde (UNB) beantragen, und und und ...
Und dann formuliere ich noch eine freundliche, sanfte Aufforderung / Bitte an den Specht, woanders zu trommeln (ebenfalls wie besprochen). Also etwas Flatterband am Dachfirst. Ohne die Stare damit beim Brüten zu stören.
Das mit dem "Flatterband unter den Dachziegeln durchschieben" hat gestern noch nicht geklappt.
Deshalb nun erst mal als ersten Schritt Flatterband vor meinem Fenster!
Ob's den Specht, der am Brett ganz oben unter dem Dach hämmert, beeindruckt? Wir werden es sehen.