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Ancampen 2026

In Langlingen

(Statt in Schwachhausen)

War Pfingsten, schon eine Weile her! Man kommt ja zu nix!

Und das kam so: Wir hatten schon die komplette Ausrüstung bereit gelegt, riefen dann sicherheitshalber doch noch mal beim "Allerstrand" an: "Nee, wir sind ausgebucht! Große Jugendgruppe, also vielleicht können Sie sich irgendwo zwischenquetschen, aber ...". Schöne 💩
Gesucht, ich sah Camping-Reort Langlingen. Sensationell günstig, Martina wollte schon immer mal nach Langlingen, wegen des Mühlenlädchens. Nachgefragt, war was frei, HIN!

Tag 1

Der Schnellimbiss war nach dem Zeltaufbau unsere Rettung: Pommes-Schranke und 1 Cola für jeden 😍

Sternenhimmel mit Mond, Fledermäuse, ... Was will man mehr!

Tag 2

Jeden morgen auf der Dachrinne über dem Waschräumeeingang fröhliche freundliche Spatzen! Und den Rest des Tages auch. Martina schwärmt heute noch von deren kessen Blicken! 😍

Hatte beim ersten Paddeln Pumpen-Adapter für die Dicken Bootsluftkammern vergessen. Also noch mal paar hundert Meter über brüllend heiße Ebene zum Zelt zurück, Adapter holen, über ... zurück zum Boot, aufpumpen! 2 Frauen im Kanu kamen da wieder vorbei, wunderten sich, warum ich immer noch nicht im Wasser war 😉

Nette Paddel-Tour auf der Aller oberhalb des Zeltplatzes! Hat aber eine Weile gedauert, bis mir klar wurde, wo ich paddelte. An der Einsatzstelle konnte ich ich das Wehr weder sehen noch hören. Erst auf der Rückfahrt! bin natürlich 1x die Bootsgasse 'runter! Man gut, ich verlor ja am nächsten Tag die Stabilisierungsflosse unter dem Heck, und ohne war mir Abfahrt in der Bootsgasse dann doch zu gefährlich.

Wir bekamen auf dem Zeltplatz "Besuch" von einer Radlerfamilie. Elternpaar mit Sohn / Tochter, alle mit eigenen Rädern (die kleine Tochter auf Langstrecke im Fahrradanhänger)! E-Pumpe für die LuMas war leer, wir konnten mit unserer Doppelhub-Luftpumpe (bei uns für LuMa und Boot) aushelfen. Die zelteten jeden Tag woanders – bewundernswert!

Dort herrschte eine Wahre Kuckucksplage 😍 Ich hörte sie auch auf dem Wasser und sah dauern welche umherfliegen!

Tag 3

Unten begegnete mir völlig plan- und hilfloses Kanufahrer-Paar, die brauchten mehrere Anläufe, um die 5m breite Durchfahrt neben der 5m-Baumsperre zu treffen. Leute gibt's ...
Unterwegs sah ich allerlei verschiedene Gänsearten.

Tag 4

Tag 5

Der Pausenfilm während wir auf der Terrasse auf unser Schnitzel warteten:


War ein tolles Camping!

  • Natürlich ein Eis in Wienhausen!
  • Erstmals begegnete mir mit Boot auf der Schulter ein Feldhase
  • Auf unserem Zeltplatz Vorjahreshaselnuss aufgesammelt und mit Gripzange geknackt – schmeckte noch gut
  • 27.05. Gewummer: Standortübungsplatz Celle-Scheuen oder Truppenübungsplatz Bergen, Munster Süd, Munster Nord?
  • Nach einem Ausflug in den Ort standen wir am Campingplatz vor einer Schostageltern-Gedenkschranke – Einfahrt war nur von der gegenüberliegenden Seite her ;-)
  • Wir sahen wieder einen Eintagsfliegentanz
  • Bei einer Tour hörte ich nervige Schützenfestmusik – ach Gottchen, ist halt Lokalkolorit!
  • Martina bekam ihren Roggenschrot im Mühlenladen extra mit gewünschter Körnung gemahlen

Na gut – im Dorfladen erstanden wir einen veganen Brotaufstrich mit Ablaufdatum Juni 2025 – man kann nicht immer gewinnen! Und aggressives Unkrautflämmen auf dem Schotterweg am Klogebäude war etwas lästig, wie auch den Lärm der Fontaine (besonders am Abend vor der Defektabschaltung) fand ich unnötig.

Die Fontaine kurz vor dem ableben, ich ging zum Pumpen-Schrank:

Die Fernsicht zum Abendrot fehlte uns doch ein wenig. Und die 3-fach-Dusche mag manchem Gewöhnungsbedürftig erscheinen. Und der Gang zu den Waschräumen / Klo bei Dunkelheit war für Martina ohne Hilfe nicht zu bewältigen, so uneben ...

Aber – das sind doch alles Piesemampeleien. Wer das Abenteuer scheut soll halt zuhause auf dem Sofa liegen bleiben.

Wir hatten ein tolles Ancampen!

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Oker-Anpaddeln 2026

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(clker.com)

Dieses Jahr bisher nur beim Langlingen-Camping auf der Aller gepaddelt, wurde wirklich Zeit, den Twist mal wieder auf die Oker zu setzen. Gestern war's so weit. Rucksack mit dem Boot aufgesetzt, mit dem Fahrrad zur üblichen Einstiegsstelle an der Hohetorbrücke gefahren, aufgepumpt, und los ging es.

Auf der Oker war es über weite Strecken angenehm schattig und damit ausreichend kühl, so dass es eine angenehme Fahrt war.

Während ich am Petriwehr den "Fischkanupass" erkundete, holte mich ein IK-paddelndes Paar ein. Ich sagte ihnen, dass meine Erkundung keine gefährlichen Teile in der Bootsgasse ergeben hatte, sie wollten aber trotzdem lieber umtragen. Ich fuhr natürlich 'runter, obwohl ich in diesen Bürsten-Bootsgassen immer ein ungutes Gefühl habe. Kann ja doch 'ne alte Fahrradspeiche, Glasscherbe, Sense, Sonstwas zwischen den Borsten liegen, und mit 'nem IK kann einem das zum Verhängnis werden. Über die Untiefen hinter dem Wehr kam ich dieses mal gut hinweg.

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Eigenes Photo vom Umtragungsausstieg 2016

Schaute auch am Wendenwehr vorbei, floss recht wenig Wasser durch, man hätte Problem-los die Rampe hochgehen können, Boot über das Wehr heben, 'rübersteigen, ... Ich hab's gelassen.

An der Ausstiegsstelle für die Wendenwehrumtragung wartete schon das IK-Paddling-Paar 😉 So brauchten sie nicht den Weg zum Wiedereinstieg in die Oker erkunden, konnten einfach hinter mir herlaufen. Wir vergaßen, zu verabreden, wer einen ausgibt, wenn wir uns zum 3. Mal begegnen.

Am Botanischen Garten machte ich meine Ankündigung bei einer Führung mit der DEG neulich wahr, stieg an einer nah am Wasser gelegenen Bank des Gartens aus, um ein (alkfreies) Bierchen zu trinken. Ausstieg war doch etwas herausfordernd, dabei kam dann auch da ... IK ... Paar ... vorbei. Aber wir hatten ja vergessen ...
Wie ich so da saß kam eine Parkbesucherin vorbei, schaute den Twist im Wasser, mich, dann wieder zunehmend fasziniert den Twist an, wollte wissen, ob das mein Boot sei. Wir unterhielten uns ein wenig. Sie selbst ist SUP-Pddlerin, war von den Möglichkeiten des kleinen Twist beeindruckt, fand die Fahrrad- und ÖPNV-Beweglichkeit faszinieren.

Der Wiedereinstieg in den Twist war dann noch herausfordernder als der Ausstieg, aber wofür üb' ich nun schon seit fast 60 Jahren!

Weiter ging's. Habe darauf verzichtet, bei der Grinsekatz nachzufragen, ob sie vielleicht eine Buttermilch für mich haben – da war mir zu viel los. Gab's mein letztes Mineralwasser ein Stückchen weiter im Schatten unter einem Baum, anschließend dort kleines Nickerchen. Dann weiter durch die lärmende Stadt am Friedrich-Wilhelm-Platz vorbei wieder zum Ausstieg. Boot kurz trocknen lassen, 'rein in den Rucksack (gelang mir gleich beim ersten Mal), Radfahrt nach Hause! Da gab es dann gleich erst mal eine kleine Erfrischung!

Noch ein paar Gedankensplitter

Nervig: Floß mit Spätmädels-Jungefrauen-Truppe an Bord, ging mit Lauter Musik (irgendein "... ist ein Hurensohn"-Song), Gesangsgegröhle ... anderen Menschen, anderen Lebewesen auf die Nerven – grauslig!

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Hinterlassenschaft eines dämlichen E-Tretroller-Einparkers (oder Einparkerin?) am Pippelweg

Der Arg verstümmelte GPS-Track zeigt vor allem eins – im wasserdichten Beutel verpackt zwischen allerlei anderem Krams ist der GPS-Empfang völlig unzureichend.

Die neue Finne tat ihre Arbeit einwandfrei. In Langlingen hatte ich es irgendwie geschafft, durch eine seltsame Kombination von Manövern die Stabilisierungsflosse unter dem Heck des Twist zu verlieren. Die Finne für das alte Twistmodell ist nicht mehr lieferbar, Hersteller empfahl "Finne für neuen Twist mit Halterung bestellen". Ich wählte die Alternative, die sehr ähnliche Finne zum Nachfolgemodell zurechtzuschleifen. Halterungsaustausch wäre eine Mords-Arbeit mit ungewissem Ausgang gewesen.

Die ersten Brombeeren des Jahres vom Wasser aus geerntet und gegessen!

Keine Photos! Nachdem ich noch auf der Hinradelung die Hinterlassenschaft eines E-Tretroller-Einpark-Idioten fotografiert hatte war der Handyakku leer 😢

An der Ein-Ausstiegs-Stelle lag eine Bakenfuß in der Oker – vielleicht habe ich ja Lust, ihn zu melden!. Obwohl ich Zweifel habe, dass da jemand Lust hat, so'n 40 € –Teil herauszufischen.