Waren die schon immer überzählig? Kammirnichtso vor! Werden die ALBA/TorunTex nun öfter geleert? Zusätzliche aufgestellt oder müssen die Nutzer nun weiter laufen? Keine Ahnung! Bei Rat und Verwaltung scheint dieses Detail jedenfalls bisher nicht behandelt worden zu sein.
Erstellt von Marie Orban für die Weststadt-Aktivkasse, Lizenz: CC0
Für den Großen Hof und das Emsviertel soll Städtebauförderung beantragt werden
Vorschlag der Verwaltung – Rat entscheidet am 12. Mai
Zwei Stadtgebiete unterschiedlicher Prägung sollen mit Mitteln der Städtebauförderung weiterentwickelt werden. Dies hat die Stadtverwaltung dem Rat vorgeschlagen. Für den Großen Hof in der Innenstadt will die Verwaltung Fördergeld aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ beantragen.
Das Emsviertel in der Weststadt
soll vom Fördertopf „Sozialer Zusammenhalt“ profitieren. Entsprechende Beschlussvorlagen hat die Stadtverwaltung in den Gremienlauf gegeben (26-28548 und 26-28544 unter www.braunschweig.de/ratsinfo). Der Rat entscheidet am 12. Mai.
„Wir weiten unsere städtebaulichen Aktivitäten aus und nehmen mit dem Großen Hof ...
Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag angekündigt, die Mittel innerhalb der Legislaturperiode zu verdoppeln. Das Land Niedersachsen hat bestätigt, die sukzessive Erhöhung im nächsten Haushaltsjahr mitzutragen.
Das Emsviertel zur Städtebauförderung anzumelden hatte der Rat im Grundsatz bereits im vergangenen Jahr auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen. Die Förderung soll an jene der Sozialen Stadt anschließen, die in benachbarten Bereichen bereits eine Reihe von Projekten ermöglicht haben und noch ermöglichen.
Das Emsviertel entstand überwiegend in den 1970er-Jahren als Teil der Weststadt und ist bis heute durch die Leitbilder der autogerechten, funktional getrennten Stadt mit industrieller Bauweise und hohem Grünanteil geprägt. Mit 4.735 Einwohnerinnen und Einwohnern ist das Quartier dicht besiedelt. Zwischen 2015 und 2024 wuchs die Bevölkerung um rund 5,5 Prozent, vor allem durch die Unterbringung von Geflüchteten. Die Bevölkerung ist vergleichsweise jung; der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund liegt bei 74,4 Prozent. Gleichzeitig bestehen erhöhte soziale Belastungen, etwa eine hohe Arbeitslosenquote und ein hoher Anteil an Sozialleistungsempfängerinnen und -empfängern. So ist das Quartier durch einen hohen Anteil an Menschen mit unterschiedlichen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Hintergründen geprägt.
Die Entwicklungsziele setzen an diesen Rahmenbedingungen an und verfolgen einen integrierten Ansatz, der soziale, städtebauliche, ökologische und prozessuale Aspekte miteinander verbindet. Während die östlichen Wohnblöcke des Emsviertels bereits umfassend saniert wurden, weisen insbesondere die westlichen und südlichen Bereiche erhebliche bauliche und städtebauliche Defizite auf. Die Gebäude müssen modernisiert werden, öffentliche Räume sind aufzuwerten. Handlungsbedarf besteht ebenso bei der Stärkung der sozialen Infrastruktur. Zugleich zeigen die positiven Erfahrungen in angrenzenden Gebieten wie „Ilmweg“ und „Donauviertel“, dass die eingesetzten Instrumente der Städtebauförderung in der Weststadt wirksam und nachhaltig greifen. Vor diesem Hintergrund bestehen sehr gute Voraussetzungen, die Entwicklung des Emsviertels erfolgreich zu steuern und zugleich die Gesamtentwicklung der Weststadt langfristig zu stärken.
Die vorhandene Bebauung im Quartier „Großer Hof“ stammt größtenteils aus den Nachkriegsjahren und stellt ein Gefüge unterschiedlicher Gebäude und Nutzungen dar. Der Wiederaufbau orientierte sich am historischen Stadtgrundriss, die kleinteilige Parzellenstruktur wurde aufgegeben zugunsten einer modernen und schlichten Geschossbauweise. Auch bei nur geringer städtebaulicher Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten entstand im Umfeld des Großen Hofes ein eigenständiges Quartier mit einer vielfältigen Nutzungsstruktur aus Wohnen, kulturellen, kirchlichen, sozialen sowie Bildungseinrichtungen, Gewerbe, Handel, Gastronomie und Dienstleistungen. Handlungsbedarf besteht zum einen wegen der aufgegebenen Standorte von Helene-Engelbrecht- und Kielhornschule. Zum anderen wird das Quartier wesentlich vom ruhenden Verkehr bestimmt.
Der 2024 entschiedene Realisierungswettbewerb „Wohn- und Kreativquartier Großer Hof“ legte bereits wesentliche Planungsgrundlagen für notwendige strukturelle Veränderungen. Danach soll auf dem ca. 2,5 ha großen Areal ein attraktives neues Quartier entstehen. Als Nutzungsbausteine sollten u. a. Innenstadtwohnen in allen Segmenten, Angebote für die Kreativwirtschaft, eine Ausstellungsgalerie sowie soziale Infrastrukturen, wie z. B. eine Kita, berücksichtigt werden. Im Rahmen der Städtebauförderung soll nun auch der umliegende Bereich in der nördlichen Innenstadt mit einer Größe von insgesamt neun Hektar weiterentwickelt werden.
Stichwort: Städtebauförderung
Zwei Drittel der Kosten für geförderte Projekte werden von Bund und Land getragen, so dass mit dem Anteil der Stadt in Höhe von einem Drittel weitreichende Verbesserungen im Stadtteil erzielt werden können. Erfahrungsgemäß unterstützen Eigentümerinnen und Eigentümer sowie lokale Initiativen die Anmeldung zur Städtebauförderung und bringen sich grundsätzlich kooperativ in die Quartiersentwicklung ein. Statistisch löst jeder Euro Städtebauförderung weitere Investitionen in Höhe von 7 Euro aus.
Die Städtebauförderung gibt es seit 1971. Es handelt sich um ein investives Förderprogramm, das die unterschiedlichsten Baumaßnahmen unterstützt. In Braunschweig wurden bereits mehrere Gebiete gefördert. Abgeschlossen sind Frankfurter Straße, Teile der Innenstadt, „Bahnhofsviertel“ und „Ilmweg“. Umgesetzt werden derzeit folgende Projekte:
„Soziale Stadt – Donauviertel“ (bis Ende 2034, Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt).
„Bahnstadt“ (bis Ende 2037, Förderprogramm Wachstum und nachhaltige Erneuerung).
„Soziale Stadt – Westliches Ringgebiet“ (bis Mitte 2027, Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt).
„Campus Donauviertel“ (bis Mitte 2026, Investitionspakt Soziale Integration im Quartier).
In der Weststadt soll eine neue Kindertagesstätte entstehen. Die Verwaltung hat jetzt den Gremien das Raumprogramm für den Neubau der Kindertagesstätte Unstrutstraße vorgeschlagen. Mit diesem Pilotprojekt sollen dringend benötigte Betreuungsplätze in der Weststadt geschaffen werden. Die neue Kita soll Platz für drei Krippengruppen, eine Integrationsgruppe und eine Kindergartengruppe bieten. Der Verwaltungsausschuss entscheidet in seiner Sitzung am 17. Juni. Baubeginn für die neue Kita könnte 2028 sein, Fertigstellung 2030.
In der Weststadt besteht ein großer Handlungsbedarf zur Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen. Im Vergleich zu anderen Stadtbezirken weist der Stadtteil den höchsten Fehlbedarf auf. Laut Kita-Kompass 2025/2026 fehlen 84 Krippen- und 63 Kindergartenplätze. Die Versorgungsquote liegt mit 31,1 Prozent im Krippenbereich und 93,5 Prozent im Kindergartenbereich deutlich unter den städtischen Zielvorgaben von 45 bzw. 102 Prozent.
„Die Schaffung neuer Betreuungsplätze ist nicht nur eine Frage der Zahlen, sondern auch eine soziale Notwendigkeit“, sagt Martin Albinus, Fachbereichsleiter Kinder, Jugend und Familie. „Mit der neuen Kindertagesstätte Unstrutstraße wollen wir ein Zeichen für die Förderung von Familien und Kindern in der Weststadt setzen. Das Projekt ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur in einem Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf.“
Die neue Kita soll an der Unstrutstraße in direkter Nachbarschaft zu den bestehenden Einrichtungen Ilmenaustraße und Muldeweg errichtet werden. Dies ermöglicht Synergieeffekte im Kita-Alltag. Die Trägerschaft wird der Caritasverband Braunschweig als Ersatz für die in absehbarer Zeit abgängige1Kita St. Kjeld im westlichen Ringgebiet übernehmen. Zusätzlich zu den drei bestehenden Gruppen wird das Platzangebot um zwei Gruppen ergänzt.
Das Raumprogramm der neuen Kita orientiert sich an den Vorgaben für Kita-Neubauten und wurde um einen abgeschlossenen Essbereich erweitert. Mit diesem 50 Quadratmeter großen Raum soll den Kindern nicht nur gesunde Ernährung nähergebracht werden, sondern auch wichtige Sozial- und Alltagskompetenzen vermittelt werden.
Für zukünftige weitere Kitabauten soll der Neubau der Kita Unstrutstraße als Pilotprojekt durchgeführt werden. Die Kita soll dabei in einer seriellen modularen Bauweise errichtet werden. Die Beschaffung übernimmt ein Totalunternehmer. Technische und juristische Berater werden im Vorfeld über ein offenes Vergabeverfahren eingebunden. Die Gesamtkosten werden auf eine maximale Summe von 10 Millionen Euro als Festpreisangebot festgelegt. Die Mittel sind im Haushalt 2025/2026 veranschlagt.
erzieher.de: Unterschiede Kita, Krippe und Hort (-Gruppen) – Wo du als Erzieher arbeitest
Meine Anmerkung:
Mir ist nicht so recht klar, wo die KiTa entstehen soll, in den Rats-Dokumenten sah ich nichts. Hier?
Ich frage mal nach!
Fußnoten
Ich las in einem Protokoll des Sanierungsbeirats Westliches Ringgebiet auf Seite 2: "Es wird z.Z. geprüft, ob das Gebäude an die heutigen Anforderungen und Bedarfe (räumlich, energetisch) angepasst werden kann oder ein Neubau sinnvoll wäre."
↩
Am Zaun an Hausnummern 28 entlang: viel Kleinmüll. Fleischsalatdöschen, Plastikspielzeug, Zigarettenschachteln, ..., sehr wahrscheinlich direkt von den Anwohnern über den Zaun geworfen. Aber auch mal was großes (Treppengeländer vor einiger Zeit ...), Sperrmüllteile!
Im Bereich entlang Hausnummern 28 ... 50 kann wohl für viele Müll-Funde auch Mülltourismus nicht ausgeschlossen werden.
Und die eingerissenen Maschendrahtzäune stammen jedenfalls sicherlich nicht von aus dem Wald geflohenen Elchen 😏 Hatte Anfang 2024 Wiederaufbau schon mal darauf hingewiesen, ist aber anscheinend im Sande verlaufen.
So geht das nicht weiter! Bisher sind wir über Symptomdoktorei nicht hinausgekommen! Ich nehme nun Kontakt zu Stadtgrün und QM "Soziale Stadt Donauviertel" (bereits geschehen) und Wohnbaus auf, um da mal energisch gemeinsam etwas voran zu bringen. Sicher ein sehr sehr dickes Brett, das es da zu bohren gilt, aber wenn man es gar nicht erst versucht hat man ja schon gleich verloren!
Eigentlich war geplant, zu viert im Hochspannungspark 1-2 Stündchen die Natur vom Müll zu befreien, aber aus verschiedenen Gründen war ich dann doch (erst mal) allein.
Hier erst mal ein paar Impressionen:
Am dritten Kellerfenster von rechts ...
... schmeißen leute Kippen aus dem Fenster?!
Was ist denn das für ein Blödsinn?
Wohl von der Parkpalette ...
... heruntergeworfen?
Einen Tretroller (entsorgt oder gestohlen?) fand ich auch
Spielzeughandschellen?
Rauchen macht u.U. asozial?
Unser Sammelergebnis – 10 weitere Flaschen auf dem Weg zum Container zwischengelagert!
Ein paar Details
Zog dann los, erst mal die Parkpalette entlang Richtung Hochspannungspark, dann weiter die Wand entlang Richtung Westen. Schon gruselig!
Dann zum Gebüsch am Verbindungsweg Lechstraße - Illerstraße. Hatten wir Anfang 2024 auch mal gesammelt.
Da traf ich dann auch noch Helga. Sie war noch etwas später als ich zum verabredeten Treffpunkt gekommen, so hatten wir uns erst mal verpasst.
Ich fand seltsames. Spielzeughandschellen?! Allerlei Unterwäschefragmente!? Scheint ein beliebter Ort für Sexspiele zu sein. Die vielen Tempotücher ...
Und – also – ja – also – ich störte mit meiner Sammelei dann auch noch 2 – ... Oder habe ich nur eine verkommene Phantasie – Frau erledigte kleines Geschäft, deshalb sah ich nackte Beine durch das Unterholz, Mann passt auf, dass nicht irgendwelche Müllaufsammler 😏? Ach, ich denk' da jetzt nicht weiter drüber nach!
Haben dann noch den Müll zur Verabredeten Mülltonne gebracht, ich auch noch eine Papiereinkaufstasche voll Glasflaschen zum Altglascontainer
Dann wurde es auch Zeit für mich, hatte den nächsten Termin. Treppenhaus-Mieterbesprechung wegen dieser Angelegenheit.
Den gefundenen Tretroller melde ich gleich noch der Polizei!