Die Angelegenheit mit dem Gedenkstein ließ mir keine Ruhe, und so bin ich da heute noch mal hin geradelt, um den Gedenkstein zu suchen.
Kein Wunder, dass der mir bisher nicht aufgefallen war, obwohl ich da schon öfters entlang gekommen bin. Steht auf einer eingezäunten Weide, sieht erst mal gar nicht wie ein Gedenkstein aus. Keine Sitzbank, keine weithin sichtbare Inschrift. Nur der seltsame Abfalleimer als Indiz, dass die Stelle womöglich mal zugänglich war. Meine Neugier wuchs.
Auf meine beiden Bärenkumpels ist da Verlass, für ein Abenteuer sind die immer zum haben. Und so warfen sie sich mit dem Rucksack todesmutig auf den untersten Draht des Elektrozauns, so dass ich da gefahrlos "einsteigen" konnte.
Am Gedenkstein nichts unerwartetes. Dass da eine Platte – wahrscheinlich mit Gedenk-Inschrift – fehlt hatte ich bereits vom Weg aus gesehen!
Ich frage mal den Urheber des Photos, ob der auch noch ein Photo nur von der Inschrift hat. Und die Heimatpfleger!
Weiteres gab es da nicht zu entdecken, also radelte ich weiter – mit ein paar kleinen Abstechern (zu den weiteren Abenteuern in Kürze mehr auf rrbd57.de/RainerSeiner26/) nach Hause zum Mittagessen!
Im Lageplan zur Beschlussvorlage - 24-23051 wird das ja als "Insekten-freundliche Staudenpflanzung" am Ostende des Parks ausgewiesen. Hm! Für die Rocky-Mountain-Felsenschrecke?
Insektenfreundlicher Schottergarten?
Allium ...
... oder Agapanthus ...
... oder ganz etwas anderes bei den wenigen Narzissen?
Die NABU-Tipps für einen Insekten-freundlichen Garten gehen jedenfalls in eine ganz andere Richtung!
Und die Bluumen machen größtenteils keinen sehr einheimischen Eindruck! Kenne mich da nicht so aus, aber das Internet sieht da eher Schmucklilien aus Afrika, vielleicht auch Zierlauch ...
Gut, nicht alles, wo Steine liegen, ist das gleich eine Schottergartenkatastrophe. Aber was ich da sehe entspricht sicherlich nicht dem, was man in Fachkreisen so unter "Insektenfreundlich" versteht.
Lesestoff
Ich kann nicht beurteilen, wie treffend die unterschiedlichen Argumentationen sind.
Braunschweig soll Mittel aus der Sportförderung des Bundes, der sogenannten „Sportmilliarde“, erhalten. Die Stadt ist mit dem Projekt „Sanierung der Sporthalle der IGS Wilhelm-Bracke“ für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS)“ ausgewählt worden. Der Haushaltsausschuss des Bundestages entschied am Mittwoch, 22. April, für welche der rund 3.600 bundesweit eingereichten Interessenbekundungen die Kommunen aufgefordert werden sollen, einen formellen Antrag einzureichen. Für die Sanierung der Turnhalle reservierte der Ausschuss eine Fördersumme von 820.000 Euro.
Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum: „Die zugesagte Unterstützung ist starkes und wichtiges Signal für den Schul- und Vereinssport. Fast eine Million Euro sorgt für eine spürbare Entlastung bei diesem Bauprojekt. Schule und Sport zählen zu den Kernbereichen, in die wir auch künftig gezielt investieren. Ich danke den Bundestagsabgeordneten aus der Region, die sich dafür stark gemacht haben.“
Die Sporthalle ist von zentraler Bedeutung für den Schul- und Vereinssport. Neben der Nutzung durch die IGS Wilhelm-Bracke wird sie als eine der wenigen Wettkampfhallen im Stadtgebiet regelmäßig von Sportvereinen genutzt, unter anderem für Badminton, Basketball und Hockey. Zudem kann sie als Versammlungsstätte genutzt werden und hat damit eine besondere Bedeutung für das öffentliche Leben.
Die Sanierung wird die langfristige Nutzung als Schul-, Trainings- und Wettkampfstätte sichern. Geplant ist, die Halle rundum zu erneuern und zu modernisieren. Dies betrifft insbesondere den Hallenboden, die Tribüne, die Trennvorhanganlage und das Dach, welches zudem mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet werden soll. Umbauten im Blick auf Barrierefreiheit sind ebenso geplant.
So geht es weiter:
Für die Antragstellung ist ein Ratsbeschluss erforderlich, in dem die erforderlichen Eigenmittel für das Projekt zugesichert werden. Hierzu wird die Verwaltung eine Vorlage erstellen, in der auch über den voraussichtlichen Zeitplan informiert wird. Der Antrag wird sodann geprüft, bevor die reservierten Fördermittel bewilligt werden können.
Waren die schon immer überzählig? Kammirnichtso vor! Werden die ALBA/TorunTex nun öfter geleert? Zusätzliche aufgestellt oder müssen die Nutzer nun weiter laufen? Keine Ahnung! Bei Rat und Verwaltung scheint dieses Detail jedenfalls bisher nicht behandelt worden zu sein.
Erstellt von Marie Orban für die Weststadt-Aktivkasse, Lizenz: PD
Für den Großen Hof und das Emsviertel soll Städtebauförderung beantragt werden
Vorschlag der Verwaltung – Rat entscheidet am 12. Mai
Zwei Stadtgebiete unterschiedlicher Prägung sollen mit Mitteln der Städtebauförderung weiterentwickelt werden. Dies hat die Stadtverwaltung dem Rat vorgeschlagen. Für den Großen Hof in der Innenstadt will die Verwaltung Fördergeld aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ beantragen.
Das Emsviertel in der Weststadt
soll vom Fördertopf „Sozialer Zusammenhalt“ profitieren. Entsprechende Beschlussvorlagen hat die Stadtverwaltung in den Gremienlauf gegeben (26-28548 und 26-28544 unter www.braunschweig.de/ratsinfo). Der Rat entscheidet am 12. Mai.
„Wir weiten unsere städtebaulichen Aktivitäten aus und nehmen mit dem Großen Hof ...
Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag angekündigt, die Mittel innerhalb der Legislaturperiode zu verdoppeln. Das Land Niedersachsen hat bestätigt, die sukzessive Erhöhung im nächsten Haushaltsjahr mitzutragen.
Das Emsviertel zur Städtebauförderung anzumelden hatte der Rat im Grundsatz bereits im vergangenen Jahr auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen. Die Förderung soll an jene der Sozialen Stadt anschließen, die in benachbarten Bereichen bereits eine Reihe von Projekten ermöglicht haben und noch ermöglichen.
Das Emsviertel entstand überwiegend in den 1970er-Jahren als Teil der Weststadt und ist bis heute durch die Leitbilder der autogerechten, funktional getrennten Stadt mit industrieller Bauweise und hohem Grünanteil geprägt. Mit 4.735 Einwohnerinnen und Einwohnern ist das Quartier dicht besiedelt. Zwischen 2015 und 2024 wuchs die Bevölkerung um rund 5,5 Prozent, vor allem durch die Unterbringung von Geflüchteten. Die Bevölkerung ist vergleichsweise jung; der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund liegt bei 74,4 Prozent. Gleichzeitig bestehen erhöhte soziale Belastungen, etwa eine hohe Arbeitslosenquote und ein hoher Anteil an Sozialleistungsempfängerinnen und -empfängern. So ist das Quartier durch einen hohen Anteil an Menschen mit unterschiedlichen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Hintergründen geprägt.
Die Entwicklungsziele setzen an diesen Rahmenbedingungen an und verfolgen einen integrierten Ansatz, der soziale, städtebauliche, ökologische und prozessuale Aspekte miteinander verbindet. Während die östlichen Wohnblöcke des Emsviertels bereits umfassend saniert wurden, weisen insbesondere die westlichen und südlichen Bereiche erhebliche bauliche und städtebauliche Defizite auf. Die Gebäude müssen modernisiert werden, öffentliche Räume sind aufzuwerten. Handlungsbedarf besteht ebenso bei der Stärkung der sozialen Infrastruktur. Zugleich zeigen die positiven Erfahrungen in angrenzenden Gebieten wie „Ilmweg“ und „Donauviertel“, dass die eingesetzten Instrumente der Städtebauförderung in der Weststadt wirksam und nachhaltig greifen. Vor diesem Hintergrund bestehen sehr gute Voraussetzungen, die Entwicklung des Emsviertels erfolgreich zu steuern und zugleich die Gesamtentwicklung der Weststadt langfristig zu stärken.
Die vorhandene Bebauung im Quartier „Großer Hof“ stammt größtenteils aus den Nachkriegsjahren und stellt ein Gefüge unterschiedlicher Gebäude und Nutzungen dar. Der Wiederaufbau orientierte sich am historischen Stadtgrundriss, die kleinteilige Parzellenstruktur wurde aufgegeben zugunsten einer modernen und schlichten Geschossbauweise. Auch bei nur geringer städtebaulicher Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten entstand im Umfeld des Großen Hofes ein eigenständiges Quartier mit einer vielfältigen Nutzungsstruktur aus Wohnen, kulturellen, kirchlichen, sozialen sowie Bildungseinrichtungen, Gewerbe, Handel, Gastronomie und Dienstleistungen. Handlungsbedarf besteht zum einen wegen der aufgegebenen Standorte von Helene-Engelbrecht- und Kielhornschule. Zum anderen wird das Quartier wesentlich vom ruhenden Verkehr bestimmt.
Der 2024 entschiedene Realisierungswettbewerb „Wohn- und Kreativquartier Großer Hof“ legte bereits wesentliche Planungsgrundlagen für notwendige strukturelle Veränderungen. Danach soll auf dem ca. 2,5 ha großen Areal ein attraktives neues Quartier entstehen. Als Nutzungsbausteine sollten u. a. Innenstadtwohnen in allen Segmenten, Angebote für die Kreativwirtschaft, eine Ausstellungsgalerie sowie soziale Infrastrukturen, wie z. B. eine Kita, berücksichtigt werden. Im Rahmen der Städtebauförderung soll nun auch der umliegende Bereich in der nördlichen Innenstadt mit einer Größe von insgesamt neun Hektar weiterentwickelt werden.
Stichwort: Städtebauförderung
Zwei Drittel der Kosten für geförderte Projekte werden von Bund und Land getragen, so dass mit dem Anteil der Stadt in Höhe von einem Drittel weitreichende Verbesserungen im Stadtteil erzielt werden können. Erfahrungsgemäß unterstützen Eigentümerinnen und Eigentümer sowie lokale Initiativen die Anmeldung zur Städtebauförderung und bringen sich grundsätzlich kooperativ in die Quartiersentwicklung ein. Statistisch löst jeder Euro Städtebauförderung weitere Investitionen in Höhe von 7 Euro aus.
Die Städtebauförderung gibt es seit 1971. Es handelt sich um ein investives Förderprogramm, das die unterschiedlichsten Baumaßnahmen unterstützt. In Braunschweig wurden bereits mehrere Gebiete gefördert. Abgeschlossen sind Frankfurter Straße, Teile der Innenstadt, „Bahnhofsviertel“ und „Ilmweg“. Umgesetzt werden derzeit folgende Projekte:
„Soziale Stadt – Donauviertel“ (bis Ende 2034, Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt).
„Bahnstadt“ (bis Ende 2037, Förderprogramm Wachstum und nachhaltige Erneuerung).
„Soziale Stadt – Westliches Ringgebiet“ (bis Mitte 2027, Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt).
„Campus Donauviertel“ (bis Mitte 2026, Investitionspakt Soziale Integration im Quartier).