Samstag war ich noch mal 1½ h sammeln auf "meinen" Verkehrsinseln. War etwas arg spät in die Puschen gekommen, habe nicht ganz mein Pensum geschafft, wollte dann auch nach Hause, Martina abholen, zum NbZ Belohnungssüppchen genießen. Beim aufgesammelten Müll: Lachgas-Druckbehälter! Ich muss zugeben, ich vergaß, das als Sondermüll zu werten und abzugeben. Hatte das vor einiger Zeit schon mal, nicht ganz unaufwendig! Frankfurter Straße nahm ALBA die Dinger damals jedenfalls nicht an, ich musste nach Watenbüttel fahren ...
Auf der Heimfaht vom Donauknoten zur Lechstraße 58 und von dort durch den Hochspannungspark zum NbZ sah ich nicht einen einzigen Stadtputzsack am Straßenrand stehen. Also eine Massenbewegung scheint mir hier im Viertel der Stadtputz nicht zu sein. Mir begegnete an den Sammeltagen auch nur 1 weiterer Sammler am Samstag Mittag (und der dann auch wieder im NbZ). Gut, die Sammelgebiete werden ja extra abgegrenzt vergeben, damit jeder "sein Revier" hat und viel Sammelgebiet abgedeckt wird, aber ich fuhr ja auch durch andere potentielle Sammelgebiete als "mein gebuchtes Terrain"! Sah heute am Sonntag dann auch noch an vielen altbekannten Müll-Hotspots den üblichen Müll liegen – da war niemand sammeln!
Am NbZ dann eher wenig Sammler•innen, Abfallsammelhaufen durchaus eindrucksvoll, aber dementsprechend dann doch deutlich kleiner als der an der OGS Altmühlstraße.
Der Oberbürgermeister kam auch noch, brachte Würstchen, Obst, Schokolade, ...
Und rief zu einem Photo mit ihm am Abfallsammelhaufen. Martina und ich folgten dem Ruf (so ziemlich als einzige) nicht. Auch, weil uns die Suppe wichtiger war als auf einem Photo zu erscheinen. Aber hauptsächlich als politisches Statement. Wir sind mit der Arbeit des OB sehr unzufrieden!
Aber auch was erfreuliches noch dort. Eine frühere Mitsammlerin sprach mich an. Sie war eine Weile mehr in anderen Stadtteilen unterwegs, möchte sich nun wieder mehr hier in ihrer Heimat, der Weststadt, betätigen. Wir wollen eine lose Gruppe bilden, die sich in wechselnder Zusammensetzung immer wider trifft. Um Müll zu sammeln, aber auch (ich: hauptsächlich!) um das Übel an der Wurzel zu packen und die Sammelei langfristig hoffentlich überflüssig zu machen.
Ich werde die Tage dafür eine Organisations-Basis schaffen.
Na und heute früh im Hochspannungspark:
Manno! War da auf der Bank eine wilde Stadtputz-Abschlussfeier 😏?
Am Donnerstag hatte ich schon den Lastenlöwen abgeholt, leider wieder mit einem nicht ganz belanglosen Defekt. Konnte ihn aber trotzdem für meine Donnerstags-Sammelaktion auf den Verkehrsinseln nutzen!
Heute war es dann so weit – Sammelaktion mit der 3b und 2habichleidervergessen. Leider war ich dann doch der einzige "Externe Helfer" (neben Lehrerinnen und Müttern), machte aber nichts.
Ich war 10:00 Uhr dort, wir mussten noch das Pausenende abwarten, dann Sammeln im Klassenzimmer. Bis wir losziehen konnten verging noch etwas Zeit, Ihr kennt ja das mit dem "Sack Flöhe hüten ...". Für Verbindung zur 2. Klasse gab ich der Klassenlehrerin noch eben ein Funkgerät, dann zog unser bunter Trupp los.
Älteres Photo einer Abfallstation in der Weststadt
Die meisten Schüler und Schülerinnen waren mit Feuereifer dabei. Dabei ging es aber nicht nur um's einfache auflesen, sondern auch gleich darum, Probleme grundsätzlich anzugehen. Als ein Trupp mit einem leeren Tetrapack (1,5 l Zitronentee oder so was) ankam, bat ich gleich darum, den nicht so "aufgepustet" in den Sack zu werfen, und so haben sie den Pack erst plattgetreten, ehe er in den Stadtputzsack kam. Ich erwähnte, dass es toll wäre, wenn die Schüler•innen auch Zuhause darauf achten würden ... Vielleicht ja ein weiterer kleiner Schritt, um solche Zustände wie auf dem Photo dargestellt zukünftig zu vermeiden? Schön wär's!
Längere Sammelaktion dann hier in der Naabstraße! Es ist unglaublich, was wir da alles aus dem Gebüsch gefischt haben. Neben Säck-weise üblichen Kleinkram auch einen riesigen Haufen zu große und/oder zu schwere Teile für die Müllsäcke. 4 komplette Autoräder, Glasscheiben, Bretter und ominöse lange Holzteile, einen wohl 5 m langen Alu-Fahnen- oder Wasweißichnichtwas-Mast, ... Haben wir erst mal da aufgeschichtet, wollte ich nach der eigentlichen Stadtputzaktion noch zur Schule bringen.
Nachdem wir da einigermaßen "Klar Schiff gemacht" hatten brachte ich ein paar prallvolle Stadtputzsäcke zur Schule, die anderen zogen weiter. Die Funkverbindung war dann ganz praktisch, um mich wieder zum Sammeltrupp zurückzulotsen.
Auf den letzten Metern war dann die Sammelleidenschaft doch einigermaßen verbraucht, und wir gingen zum Mixmarkt zum "Auf der Mauer Belohnungseisschlecken". So wurde ich dann auch noch ein paar € aus demRestvermögenderWeststadt-Aktivkasselos.
War geradezu gemütlich!
Dann ging's zurück zur Schule, ich lud noch restlichen gesammelten Müll ab, kurzes "Hallo" zum Abschied, geradezu schon erste Stadtputz-Verabredung für nächstes Jahr! Dann fuhr ich eben nach Hause, Ausrüstung abladen und Becher Buttermilch trinken. Anschließend: den großen Müllhaufen einsammeln und zur Schule bringen.
Diesen Haufen galt es zur Schule zu bringen.
Der Lastenlöwe – beladen mit der letzten Fuhre!
Unterwegs durch den ...
... Hochspannungspark zur Schule!
Das waren dann 3 Fuhren. Und auf der Anfahrt zur letzten wurde ich dann noch in einen Dooring-Unfall verwickelt. Glücklicher Weise fuhr ich wenige Meter vor dem Ziel nur noch gut Schrittgeschwindigkeit, als die Fahrerin des geparkten Wagens vor mir plötzlich die Tür aufriss. Nicht auf mich, sondern nur auf ihre nahende Bekannte achtend. Mir ist beim Sturz nichts passiert, für die Reparatur einer kleinen Schadstelle am Lastenlöwen ließ ich mir (nach gründlicher Inspektion des Lastenrads) 50 € Spende für die Reparatur geben. Werde das mit etwas GFK ausbessern und die 50 € an die Lastenradbetreiber weitergeben.
Ich hatte mit dem Hausmeister der OGS Abladeort für das Sammelgut geklärt, dabei erfahren, dass ALBA noch am Freitag zum Abholen kommen würde, und als ich mit der letzten Fuhre ankam, stand der ALBA-Laster schon dort, Besatzung war beim Aufladen! Uff – gerade noch rechtzeitig! So brauchte ich gar nicht abzuladen, ALBA erledigte das. Aber leider konnte ich natürlich kein Photo vom Gesamt-Müllberg mehr machen.
Die Autoräder wurden nicht mit genommen – Erklärung "Sondermüll". Müssen bei ALBA in der Frankfurter Straße abgegeben werden; kostet nix, wenn ich das richtig verstanden habe. Kriegen wir hin!
Ab nach Hause, schnell noch einen Apfel gegessen und eine Flasche Weizen Alkoholfrei getrunken, und dann ab auf das Sofa zum "wohlverdienten" (bahhh – ich finde diesen Ausdruck furchtbar!) Freitags-Mittags-Nickerchen!
So ganz viel habe ich dann den restlichen Tag nicht mehr geschafft, ich war durchaus ein bisschen groggy!
Aber Spaß gemacht hat's, und ich habe das Gefühl, nicht nur mir, sondern auch den meisten Mitmachern und Mitmacherinnen.
Martina findet ja, sie könne an meinen Beinen erkennen, wie viel Spaß mir das herumtoben draußen gemacht hat. Alsoooo:
Ich war letztes Jahr im November bei der Planungswerkstatt dabei. War ganz interessant, obwohl mir vieles doch noch sehr vage erschien. Immerhin bekam ich mit dass ein Quartiersmanagement-Büro am StandortMitunsgemeinde angedacht ist. Spannender fand ich die "Gespräche am Rande" über alle möglichen Nachbarschafts- und sonstige Themen.
Und war entsetzt
Dieses steifbeinige "Sie können sich in die Liste eintragen und bekommen dann ein Protokoll über den Abend zugeschickt"! Da verlor ich die Lust ... Nicht meine Welt!
Teufelskreis – Auf Basis eines OCL-Cliparts
Zum Abschied beklagte Janja Kruškić dann noch den Ihrer Beobachtung nach schwindenden gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Weststadt. Kann ich bestätigen – und bin zugleich mit Teil des Problems ...
Heute dann bei Routinerecherche ...
... Fand ich diese Seite mit Terminen, dieses Jahr noch
12.05.2026 Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig Rathaus/Großer Sitzungssaal, Beginn 14:00 Uhr
01.06.2026 Anmeldung des Emsviertels beim Niedersächsischen Ministerium ...
Und dieses PDF mit der Dokumentation der Bürgerbeteiligung am 18. November 2025