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Ist ja immer ein Highlight. Und ich bin wie jedes Jahr gespannt ...

Und nun geht es Los!

Dachte ich Sonntag, aber ... – ach was!

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Eigentlich ja schön – siehe rechts!
Aber dann, wenn die Narzissen blühen, geht es wieder los! Hier hinter der OGS Altmühlstraße ist so ein "Illegales-Blumenpflücken-Hotspot". Kinder und Erwachsene gleichermaßen bedienen sich, Pflücken Blumen für die heimische Blumenvase. Oder haben dann doch keine Lust mehr und werfen die eben gepflückten Narzissen einfach wieder weg.

So sieht das dann aus:

Tja, ich dachte, ich hätte vom letzten Jahr Photos der geplünderten Beete, finde aber nichts

Nur welche von "Erntehelfern":

Und nun?

Ist auch wieder nicht so ganz einfach. Zwar sagt die Satzung über die Benutzung der öffentlichen Park- und Grünanlagen ... klar:

(3) In den Park- und Grünanlagen sowie auf Spielflächen ist es untersagt,

  • a) diese zu beschädigen oder zu verändern,
  • b) Pflanzen oder Pflanzenteile zu entnehmen, zu schädigen, zu zerstören oder einzubringen,
  • c) diese mit Kraftfahrzeugen aller Art zu befahren, ...
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Aber das wortwörtlich umsetzen zu wollen wäre vielleicht dann doch etwas weltfremd. Wenn ich im Vorbeigehen 2 Brombeeren nasche entnehme ich Pflanzenteile. Aber Mundraub-Aktionen werden seitens der Stadt BS stillschweigend geduldet, wie ich erfuhr. Wenn sich die "Räuber" an die Mundraub-Regeln halten. Also was denn nun?

Aber auch klar, wenn da jemand einfach seine Weihnachtsbaum-Tanne im Park absägt, das ist definitiv rechtlich verboten – und asozial. Wo läuft denn da die Grenze zwischen den Extremen❓ Klar, ist nun auch kein Weltuntergang, wenn (ganz gelegentlich) mal jemand eine einzelne Narzisse pflückt. Aber wenn das so ausartet, dass hinterher auf so einem Streifen wie oben auf dem Photo gezeigt nur noch einzelne Narzissen statt des "Dickichts" stehen, dann läuft da etwas falsch. Ist wie mit Zigarettenkippen in der Landschaft und vielen anderen Angelegenheiten: Jeder denkt "Ach, meine eine ... macht doch nix". Erst mal nicht ganz falsch, aber wenn (fast) jeder so eine Ausnahme für sich in Anspruch nimmt, wird es fatal.

Ich denke, da muss auf jeden Fall das Bewusstsein der (meisten) Menschen (jeden Alters) geschärft werden

Pädagogik ist nun nicht gerade meine Kernkompetenz, und eigentlich wollte ich schon den ganzen Winter über versuchen, Leute, die da mehr von verstehen, für das Thema zu gewinnen, aber wie das dann immer so geht ... Bisher nullkommanix gemacht. Aber morgen will ich mal loslegen. Die Grundschule, VHS, Jugendumwltpark, Soziale Stadt Donauviertel, Grünflächenamt, Weststadtbekannte, ... Mal sehen, wer sich alles begeistern lässt – für ein paar kleine, aber sichtbare Aktionen. Dabe soll es nicht darum gehen "Verbote durchzusetzen", sondern Achtsamkeit zu wecken, Menschen jeden alters dafür zu begeistern, etwas für sich und alle anderen zu bewahren. Ich bin skeptisch, aber nicht ohne Hoffnung! "Schaun mer mal, dann sehn mer scho." (Konfuzius😉?)


Literatur

  1. Satzung über die Benutzung der öffentlichen Park- und Grünanlagen der Stadt Braunschweig (Park- und Grünanlagensatzung) vom 27. Juni 2023
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Das Würfelgleis

Hatte ich bisher gar nicht von gehört, ist eine vom Land Niedersachsen über LAG / Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement in Niedersachsen geförderte Initiative / Einrichtung123.

Und da gibt es am 10. März ein (anmeldepflichtiges) GWA-Treffen.

[footnotes]

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  1. Stadtteilprojekt der Braunschweiger Friedenskirche 

  2. Vorstellung in der "Neue Westpost" (März 2025 auf Seite 8) 

  3. Projektseite bei LAG
    .  

Stichwort: GWA, Westring

(Mehr) VeloLeo-Stellplätze für die Weststadt?

In diese Richtung ging eine Anfrage der Grünen im Bezirksrat

Ich bin da skeptisch!

Nach meinem Eindruck werden die Veloleo-Fahrräder kaum benutzt. Wenn ich in Braunschweig unterwegs bin komme ich jedes Mal an etlichen VeloLeo-Stationen vorbei. Aber jemanden auf einem solchen Rad sehe ich bestenfalls alle paar Wochen mal. Obwohl es ja beispielsweise 15.000 Fahrten im April 2025 gegeben haben soll. Genauere Angaben zur Auslastung des Fahrradbestands fehlen dort aber.

Alternative Statistik-Quelle:

Statista

Infografik: Leihfahrräder selbst in Großstädten wenig genutzt | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista, Lizenz CC BY-ND 3.0.

Das könnte natürlich die Aussage stützen, dass die Stationen einfach näher ran an die Leute müssen. Ich sehe aber eher: interessiert niemanden, die Leute finden Bikesharing unattraktiv. Und ich halte es für unwahrscheinlich, dass das nennenswert mehr Leute auf's Fahrrad bringt. Das Fahrrad ist – nicht nur für mich – DAS Haustür-zu-Haustür-Verkehrsmittel. Man hat das Rad vor der Haustür oder im Fahrradkeller stehen. In wenigen Augenblicken ist das Gefährt fahrbereit, ich fahre 1-2-3-4 Kilometer zum Laden – natürlich bis an die Ladentür, kaufe ein, klappere noch 2 weitere Läden ab, fahre mit dem schwer bepackten Rad nach Hause – bis ...

Grobe Schätzung: Wenn ich weiter als 100 m zu einem Leihfahrrad (jeweils vor und nach der Fahrt) laufen müsste wird die Sache für mich endgültig uninteressant. Und das dürften die meisten potentiellen Nutzer ähnlich sehen. Indizien: SoDa-Fahrradständer – einfach zu weit entfernt vom tatsächlichen Start oder Ziel und damit uninteressant.

Beziehungsweise die nicht erstellte SoDa-Fahrradabstellanlage am Alsterplatz

Andere Statistiken

nextbike.net Kilometerzahlen - Ich habe mal auf km je Rad und Jahr hochgerechnet

  • Dresden, Dortmund: 200 km – das ist lächerlich wenig
  • Köln: 900 km ... 1150 km

Wobei die Kampagne-Zeiträume sicherlich nicht Dezember - Februar waren 😄

Und worin die Kampagnen bestanden weiß ich nicht – habe die Seite nur überflogen. Dauerwerbeberieselung? Sonderpreise? ...?

Als ich noch Schüler war fuhr mein Fahrrad über 3.000 km/a

Ein weiteres Problem könnte der Preis sein. Auf der einen Seite finde ich 10 €/d nicht wirklich überzogen, sondern eher fair. Andererseits kostet ein BSVG-Stadtgebiet-Ganztags-Fahrschein 3 € weniger ...

Insgesamt scheint mir Bike-Sharing kein "Massenmarkt" zu sein, sondern eher eine Sondernutzung. Beispielsweise, um nach Ankunft mit Öffentlichen Verkehrsmitteln in der Fremde mobil zu sein. Da finde ich es sinnvoll, wenn man direkt am Bahnhof, ZOB, Flughafen, was auch immer für ein paar Tage ein Fahrrad ausleihen kann.

Und ein Lastenrad Anlass-bezogen ausleihen zu können finde ich auch sehr hilfreich. Und bis uns ein eigenes in den Schoß fiel haben Martina und ich immer mal ein Tandem über's Wochenende ausgeliehen.

Mein Fazit

Falls da auch Fördergelder fließen: Die sollten lieber in andere Verbesserungen der Fahrrad-Infrastruktur gesteckt werden. Bessere Radwege, unbedingt Fahrrad- und Fußverkehr-freundliche Ampelschaltungen (viele in BS kann man einfach nur komplett schwachsinnig nennen), Mitarbeiterschulung für sinnvolle Baustellenausschilderung für den nicht-Autoverkehr 😉, ...


Lesestoff

Eher ohne Focus auf "Bike-Sharing"

  • RiffReporter Spezial | Gut Fahrrad fahren: sicher im Verkehr, klimafreundlich und selbstbestimmt
  • fifteen.eu: Neue Studie zeigt, dass dank E-Bike-Sharing 15% der Deutschen aufs Rad umsteigen könnten Alles doch etwas vage, keine konkreten Studienergebnisse
  • imtest.de ADFC-Studie: Deutschland kann Fahrradverkehr verdreifachen Höre ich da gerade Herrn Merz jammern – Lifestyle-Radeln schadet der deutschen Autoindustrie" 😉?
  • .marktforschung.de: Zukunftsmarkt Bike-Sharing ("...2,3 Millionen Leihfahrräder in Peking ...")

Ratsdokumente

  • 25-26111 Sachstandsbericht zum öffentlichen Fahrradverleihsystem VELOLEO
  • 25-25770 Stationen des Fahrradverleihsystems Veloleo
  • 25-25770-01 Stationen des Fahrradverleihsystems Veloleo
  • 04.06.2025, Sitzung des Stadtbezirksrates im Stadtbezirk 221 - 7.4.1 Stationen des Fahrradverleihsystems Veloleo
  • 04.06.2025, Sitzung des Stadtbezirksrates im Stadtbezirk 221 - 7.4 Stationen des Fahrradverleihsystems VeloleoAnfrage Fraktion B90/Grüne

Bildhinweise, Lizenzen,

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